4 Ideen zum Nähen für Anfänger

Nähen ist ein kreatives und praktisches Hobby. Als Anfänger solltet ihr mit einfachen Modellen beginnen, die vor allem gerade Nähte verlangen. Aber auch so lassen sich schon einige schöne, nützliche und modische Dinge mit der Nähmaschine nähen.

1. Einfach – ein Duftsäckchen nähen

© leroy131 - Fotolia.com

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Ein Duftsäckchen ist einfach und schnell gemacht und stellt einen guten Einstieg in die Arbeit mit der Nähmaschine dar. Ihr benötigt dazu ein 32×12 cm großes bedrucktes Stück Stoff, inkl. 1 cm Nahtzugabe, einen hübschen Metallring und eine ca. 20 cm lange Kordel. Die beiden Schmalseiten müsst ihr jeweils mit Zick-Zack-Stichen versäubern, 1 cm auf links knicken und mit dem einfachen Steppstich eurer Nähmaschine steppen. Knickt anschließend den Stoff mittig auf die rechte Seite zusammen und steppt die Seitenkanten entlang der Nahtzugabe. Nun müsst ihr das Duftsäckchen umstülpen, mit Lavendelblüten befüllen, den oberen Teil des Duftsäckchens durch den Ring ziehen, umschlagen und unterhalb des Rings das Duftsäckchen mit der Kordel zuschnüren. Dieses Duftsäckchen könnt ihr so auch an einen Kleiderbügel hängen. Verwendet immer farblich passende Garne und Kordeln.

2. Schön – eine Kissenhülle mit Hotelverschluss nähen

Kissen kann man immer gebrauchen und sie setzen vor allem im Wohn- und Schlafzimmer Akzente. Beim Hotelverschluss überlappen sich zwei Stoffbahnen auf der Rückseite, womit ihr keine Knöpfe, Knopflöcher oder einen Reißverschluss nähen müsst. Ihr benötigt für ein kleines Zierkissen eine 106×42 cm, inkl. 1 cm Nahtzugabe, große Stoffbahn, die ihr ringsherum mit Zick-Zack-Stichen versäubert. An den Schmalseiten knickt ihr 1,5 cm auf links und steppt diese Kanten gerade ab. Diese Kanten sind später auf der Rückseite sichtbar und stellen die Öffnung zum Kissenbeziehen dar. Legt nun die Stoffbahn mit der rechten Seite nach oben auf einen Tisch und schlagt beide Seiten so um, dass sich diese etwa 18 cm in der Mitte überlappen. Steckt die Kissenhülle mit Stecknadeln zusammen und steppt die Längsseiten entlang der Nahtzugabe. An der Kissenöffnung wird die Naht durch einen Rückwärtsstich verstärkt. Hier übt ihr Zick-Zack-Stiche, gerade Steppstiche und den etwas schwierigeren Rückwärtsstich.

3. Modisch – einen Schal nähen

Früher oder später ist mit dem Hobby Nähen auch die Modeschneiderei verbunden. Mit einem Schal können sich auch schon Anfänger daran ausprobieren. Ihr benötigt zwei Stoffbahnen aus leichtem Stoff mit den Maßen 185×40 cm, inkl. 1 cm Nahtzugabe, es können auch zwei verschiedenfarbige oder gemusterte Stoffe sein und 80 cm farblich passendes Fransenband. Legt beide Stoffbahnen rechts auf rechts aufeinander, an den Schmalseiten legt ihr das Fransenband mit den Fransen nach innen dazwischen und steckt alles ringsherum mit Stecknadeln fest. Steppt zuerst die Längsseiten und anschließend die Schmalseiten. An einer Schmalseite müsst ihr etwa 5 cm offen lassen, wo ihr dann den Stoff auf rechts wendet. Den Rest steppt ihr schalkantig, also ganz knapp an der Stoffkante, ab.

4. Nützlich – einen Einkaufsbeutel nähen

Selbstgenähtes zeigt man gern und wenn es dazu noch so etwas Nützliches ist wie ein Einkaufsbeutel, macht das Nähen gleich doppelt Spaß. Für einen Einkaufsbeutel benötigt ihr zwei Stoffe à 40×32 cm, inkl. 1cm Nahtzugabe, und vier 40×5 cm lange Stoffstreifen. Je eine Schmalseite ist mit Zick-Zack-Stichen zu versäubern und für den Taschenrand um 2 cm auf links umzuschlagen und zu steppen. Beide Stoffe müssen rechts auf rechts genau übereinandergelegt und entlang der Nahtzugabe an den Seitenkanten und der Unterkante zusammengesteppt werden. Für die Henkel näht ihr aus je zwei Stoffstreifen einen Schlauch, wie beim Schal beschrieben. Die Henkel werden dann mit gleichen Seitenabständen an den Taschenrand auf der späteren Beutelinnenseite angesteppt und der fertige Einkaufsbeutel gewendet. Hier müsst ihr darauf achten, die Henkel genau parallel anzuordnen.

Noch ein paar Tipps: übt erst an Stoffresten die verschiedenen Stiche und den Umgang mit eurer Nähmaschine. Lasst euch Zeit beim Nähen, die Geschwindigkeit kommt mit der Übung. Bügelt eure Näharbeit zwischen den einzelnen Arbeitsschritten und nach Fertigstellung. Nutzt immer eine zum Stoff passende Nadel. Ihr könnt auch nach dem Zusammenstecken die Naht von Hand heften, entfernt danach die Stecknadeln und den Heftfaden nach dem Steppen. Achtet aber darauf, dass ihr den Heftfaden nicht mit der Nähmaschine festnäht. Und natürlich bedient euch einer Anfängernähmaschine.