Was braucht man zum Nähen? – Grundausstattung fürs Nähen

In der heutigen Zeit sind Kleidung, Accessoires und Co. zu sehr günstigen Preisen erhältlich. Wer sich neu einkleiden möchte, schafft es oft, die gewünschten Outfits für wenig Geld zusammenzustellen. Doch leider haben Discount-Preise im Modebereich auch ihre Nachteile: Erstklassige Qualität und einzigartige Designs kann man nicht in jedem Geschäft erwarten. Erinnert ihr euch auch noch an die Zeiten, in denen eure Großmütter euch Pullover, Schals und Socken gestrickt hat? Diese Kleidungsstücke und Accessoires wurden mit viel Liebe angefertigt und hatten oftmals eine bessere Qualität als gekaufte Produkte. Wenn ihr euch ein entspannendes Hobby wünscht, bei dem ihr kreativ sein könnt, ist Nähen genau das Richtige für euch. Besonders vorteilhaft: Mit dem Griff zur Stricknadel könnt ihr euch nicht nur die Zeit vertreiben, sondern auch schöne Strickwaren für euch selbst und eure Liebsten anfertigen.

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Was braucht man zum Nähen?
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Die ideale Ausstattung für Näh-Anfänger

Wer denkt, dass Nadel und Faden ausreichen, um „Kunstwerke“ anzufertigen, liegt falsch. Wenn ihr gerne mit dem Nähen beginnen möchtet, braucht ihr zuerst einmal eine gute Grundausstattung. Folgende Produkte sind für Näh-Anfänger (und auch Profis) besonders wichtig:

  1. Maßband – Mithilfe eines Maßbandes könnt ihr eure Körpermaße ermitteln und sie anschließend mit den Größen der Schnittmuster vergleichen. Abgesehen davon erleichtert euch ein Maßband das Verkürzen bzw. Verlängern von Schnittmusterteilen. Achtet darauf, dass das Maßband eine Länge von mindestens 1,5 Metern aufweist.
  2. Stecknadeln – Stecknadeln dienen dazu, die Schnittmusterteile an dem Stoff zu befestigen. Wichtig: Verwendet ausschließlich Stecknadeln mit Glasköpfen, da diese beim Bügeln nicht schmelzen können. Bewahrt die Stecknadeln (gerne auch mit bunten Köpfen) auf einem klassischen Nadelkissen oder einem Magneten auf, um sie jederzeit griffbereit zu haben.
  3. Stoffschere – Eine lange, gerade Schneideschere eignet sich perfekt für den Zuschnitt der Stoffe. Da die Löcher für Daumen und Zeigefinger bei Schneidescheren unterschiedlich geformt sind, könnt ihr auch größere Stoffmengen zuschneiden, ohne dass dabei eure Finger ermüden. Wichtig: Nutzt die Stoffschere nur für Stoff und niemals für andere Materialien wie z.B. Papier, da sie ansonsten stumpf wird. Abgesehen davon lohnt es sich, ein Modell zu kaufen, das geschliffen und aufgeschraubt werden kann.
  4. Papierschere und kleine Schere – Als Papierschere eignet sich eine mittelgroße Bastelschere, mit der ihr sowohl kleine Ecken als auch lange Geraden ausschneiden könnt. Im Gegensatz dazu benötigt ihr eine kleine Stickschere zum Ausschneiden kleiner Muster, zum Abschneiden von Fadenenden, etc. Es ist wichtig, dass ihr auch diese Art von Schere nur für den Zuschnitt von Stoffen verwendet.
  5. Nahttrenner – Ein Nahttrenner ist vor allem dann wichtig, wenn ihr Knopflöcher auftrennen möchtet.
  6. Helle und dunkle Schneiderkreide – Zum Markieren könnt ihr klassische Schneiderkreide verwenden, die nach dem Bügeln wie durch Zauberhand verschwindet.
  7. Handnäh- und Nähmaschinennadeln – Um Säume zu befestigen, Fadenenden zu sichern und Stoffteile zusammenzunähen braucht ihr sowohl Handnäh- als auch Nähmaschinennadeln. Wichtig ist, dass ihr die Nadeln in verschiedenen Größen und Stärken kauft.
  8. Und natürlich eine Nähmaschine – Wer sich heutzutage eine Nähmaschine kauft, hat die bekannte Qual der Wahl. Im Gegensatz zu früher sind Nähmaschine in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Ob einfaches Basic-Modell oder komplexe High-Tech-Maschine – erlaubt ist, was euch gefällt und eure Näh-Anforderungen erfüllt.